Tipps gegen Prüfungsstress

Erfahrungsbericht einer Studentin zum Thema Prüfungsstress


Aufgeregt und voller Vorfreude auf das, was vor mir lag, startete ich in das erste Semester. Doch die Euphorie verließ mich schnell, als die erste Klausurenphase nahte. Da ich es nicht besser wusste, ging ich anfangs noch recht ruhig in die ersten Prüfungen und musste daraufhin schnell feststellen, dass ich nicht mehr in der Schule war. Eine der Prüfungen bestand ich nicht. Und das war neu. Daraus zog ich schnell den Schluss, dass das folgende Semester anders angegangen werden musste.



Erfahrungsbericht von Vanessa Vogel

Bereits die erste Klausurenphase öffnete mir die Augen und gab deutlich zu verstehen, dass man für einen erfolgreichen Studienabschluss weitaus mehr Aufwand betreiben sollte, als es zur Schulzeit der Fall gewesen ist. Die weiteren Semester verliefen nicht mehr ganz so unbeschwert wie das erste. Der Druck stieg und es bahnte sich die Angst an, Klausuren möglicherweise nicht zu bestehen. Um dieser Angst entgegenzusteuern, zog ich mich von nun an vor der Klausurenphase zurück und verbannte jegliche sozialen Kontakte und Aktivitäten, um mich ausschließlich auf das Lernen zu konzentrieren. Diese Abschottung machte mich aber alles andere als glücklich. Zwar war ich dadurch bestens auf die Klausuren vorbereitet, jedoch war meine Stimmung auf dem Tiefpunkt angelangt. Diese Abkapselung wiederholte sich in weiteren Semestern, bis ich entschied, das Lernen von nun an anders anzugehen. Somit begann ich frühzeitig, die einzelnen Fächer aufzuarbeiten und von Semesterbeginn an auf dem Laufenden zu bleiben, um einen gewaltigen Berg an Arbeit kurz vor der Klausurenphase zu vermeiden. Dadurch schuf ich mir Raum für Freizeit, die ich ohne Gewissensbisse mit Freunden, Sport und Nebenjob gestaltete. Besonders wichtig waren Gespräche mit Freunden, in denen das Thema „Uni“ mal nicht im Mittelpunkt stand. Genauso befreiend empfand ich das Joggen nach einem langen und anstrengenden Lerntag. Diese Erkenntnis war zwar keine große Überraschung, doch nimmt man sich viel zu selten die Zeit dafür. Neuerdings begann ich, die Signale des Körpers ernst zu nehmen und Müdigkeit spät abends nicht wie üblich mit Kaffee zu bekämpfen, sondern rechtzeitig zu schlafen. Entspannungsübungen, in meinem Fall eine Audio-CD mit Anleitung zum Autogenen Training, halfen dabei, abends die Gedanken an die Uni abzustellen. Auch meine Ernährung hat sich geändert. Statt Süßigkeiten und Kaffee gab es frisch ausgepressten Orangensaft, viel Wasser und viel Obst. Zu Beginn gestaltete ich mir eine angenehme Lernumgebung und schuf Ordnung in meinen Unterlagen, um nervenzehrendes Suchen zu vermeiden. Grundsätzlich sorgt das frühzeitige Lernen dafür, dass man rechtzeitig den eigenen Lernfortschritt feststellt und sich für die Klausuren vorbereitet fühlt und das nicht erst in der Nacht davor. Aufgrund dessen durchläuft man die Lernphase deutlich entspannter und schafft dabei Zeit für sich und die etwas schöneren Dinge des Lebens.



Überblick der Maßnahmen:

Sport
  1. Sport (Joggen, Schwimmen, Radfahren)
  2. Entspannungsübungen (z. B. Autogenes Training)
  3. Ernährung (auf Energy-Getränke verzichten, viel Wasser und Vitamine)
  4. Entspannungsübungen
  5. Angenehme Lernatmosphäre schaffen (Ordnung und Übersicht behalten)
  6. Sich Zeit für die schönen Dinge im Leben nehmen, um den Kopf frei zu bekommen (Freunde treffen)
Freunde