Steigere dein Selbstwertgefühl

Wer bin ich? Was kann ich? Was bin ich wert? Mein Name ist Lena, ich bin 18 Jahre alt und mache gerade eine Ausbildung als Mediengestalterin. Mein Beruf hat viel mit Ästhetik und perfekter Gestaltung zu tun. Gutes Aussehen zu schaffen – da bin ich voll in meinen Element. Ich bin mir sicher, wer die obigen Fragen positiv beantworten kann, der hat festen Boden unter den Füßen.

Ein starkes Selbstwertgefühl ist der Garant für Zufriedenheit, Gesundheit und Erfolg. Dann ist ja alles bestens. Umgekehrt kann ein schwaches Selbstwertgefühl zu ernsthaften Problemen führen, schlechte Stimmung oder sogar Depressionen hervorrufen. Eine Reihe von Misserfolgen, wie schlechte Arbeiten und Noten in der Schule, können auf die Gemütslage und das Selbstwertgefühl schlagen. Aber es gibt kleine Tricks und Tipps, die helfen, im Alltag das Selbstwertgefühl zu steigern. Der erste Schritt ist, zu lernen sich selbst mit allen Schwächen und Fehlern zu akzeptieren.


Selbstwertgefühl – Superwoman





Deshalb: Schluss mit dem Perfektionismus – dem Ideal einer Barbie–Puppe.








Das Selbstwertgefühl ist zwar keine Frage des Geschlechts, aber besonders wenn Frauen über ihren Körper reden, könnte man denken, dass sie über eine Großbaustelle sprechen. Im Kreis meiner Freundinnen bemerke ich das häufiger. Woher kommt das verzerrte Selbstbild? Das Ideal heißt: schlank!

Wer schlank ist, ist schön und attraktiv, aber auch automatisch erfolgreich im Beruf und im Privatleben – so lassen es uns Medien und öffentlichkeit glauben. Eigentlich sollten wir wissen, dass die makellosen Schönheiten auf Zeitschriften und Magazinen ihr Aussehen oft auch Visagisten und Mediengestaltern wie mir verdanken. Sie frisieren mit Schminke und Bildbearbeitungsprogrammen vieles wunschgemäß zurecht, was in der Realität nicht ganz so überzeugend ist. Wir lassen Figuren schlanker erscheinen, nehmen Rundungen und Pickel weg, geben aber auch üppiges dazu. Das ist vielen ja auch bekannt und trotzdem bewundern wir die Promis, die Botox und Size Zero verfallen sind. Gerade Jugendliche sind in ihrem Selbstbild noch nicht so gefestigt und lassen sich leichter beeinflussen. Im Alltag werden wir mit perfekten Schönheiten bombardiert, auf Plakatwänden, an Litfaßsäulen, im Internet – du kannst dem kaum entkommen. Die Topmodels zeigen, was "schlank sein" heißt. Ultradünn ist das Vorbild, dabei leiden sie manchmal auch daran, magersüchtig zu sein. "Normalgewichtige" Personen kommen sich hingegen nicht perfekt vor. Verrückte Welt: Schon geht es los mit den Minderwertigkeitskomplexen wie zu klein, zu groß, zu dick oder zu dünn...



Selbstwertgefühl – Superman



Jeder hat Helden, doch Kryptonite gibt es nur auf einem anderen Stern!






Jetzt kommst du: Mach Schluss mit dem Vergleichen, vertraue deinem Bauchgefühl und sage dir: Jeder Kritik kann auch etwas Gutes abgewonnen werden. Hüfte zu schmal, Po zu rund? Super, dann ist das doch ein echter Hingucker in der Lieblingsjeans. Die Nase ist zu groß? Vielleicht ist es genau das gewisse Etwas, das dein Gesicht ausdrucksstark und so besonders macht. Das Gefühl, als Mensch nicht viel wert zu sein, ist jedenfalls sehr, sehr unangenehm. Glücklicherweise können wir ja einiges tun, um das eigene Selbstwertgefühl zu steigern.

Ich habe übrigens einen Kurs in "Rhetorik" besucht. Dabei habe ich viel über mich gelernt: Worauf ich anspringe, was ich ausbauen kann und was schon super läuft. Gesten, Mimik, Aussprache wird betrachtet. Es hat mir sehr geholfen, mein Selbstwertgefühl auszubauen.




Kleine Tipps für den Alltag

  1. Heidi ist Heidi, Kate bleibt Kate, Brad ist Brad und du bist du! Vergleiche dich weniger mit anderen. Mach dir klar: Keiner ist perfekt und jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Verzeihe dir, wenn du Fehler machst!
  2. Schau in den Spiegel und lächele bewusst dein Spiegelbild an: Morgens beim Zähneputzen, beim Mantel anziehen im Flur, in der Kaufhausscheibe unterwegs. Das Gesicht, was dir entgegenkommt, ist sympathisch – spürst du es? Versuche die Sympathien aufzubauen. Rufe dir dabei deine Stärken und Positives ins Bewusstsein – alles was du magst (duftenden Kaffee, die Wolken am Himmel, die warme Sonne...) Das baut auf.
  3. Nutze die Chance und sag laut "Nein", wenn du "Nein" meinst! Das gehört zum guten Ton! übe "Nein" zu sagen, bei Dingen, die du nicht möchtest. Wir neigen automatisch aus Höflichkeit, Erziehung und dem Wunsch nach Anerkennung dazu, halbherzig "Ja" zu sagen. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse werden dabei vernachlässigt. Trainiere also das "Nein".
  4. Wechsele die Sichtweise: Wie beschreibt dich dein bester Freund/deine liebste Freundin? Der Freund kennt Eigen­schaften von dir, die er schätzt. Sonst wäre er nicht dein bester Freund, oder? Hör dir genau an, was er/sie über dich sagt. Es kommt von Herzen, nimm es an!
  5. Brust raus, Bauch rein, Po anspannen – kein Witz! Körpersprache lernen nicht nur Modells, sondern das hilft jedem, die Ausstrahlung zu verbessern und das Selbstwertgefühl zu steigern. übrigens: Trau dich, im Gespräch den direkten Augenkontakt zum Gesprächspartner zu halten, das überzeugt, die Unsicherheit verfliegt und du fühlst dich schnell sicher!
  6. Heute ist kein schöner Tag? Na, dann mach ihn dir doch selbst schön! Positiv zu denken, hebt die Laune und gibt Selbstsicherheit. Auch wenn es dann wirklich unterm Strich mal nicht so gut läuft... morgen beginnt ein neuer Tag und mit neuen Chancen, es besser zu machen!