Wenn der Boden unter den Füßen schwankt


Lass nicht zu, dass Stress dich krank macht...

Neben Hausaufgaben, Freunden und Fußballtraining ist es nicht ganz einfach, die richtige Balance zwischen Schulpflichten und Freizeit zu finden. Reichen 24 Stunden oft nicht aus, um alles zu schaffen, was du dir vorgenommen hast?

Schule, Jobsuche oder Ärger mit den Eltern – das kann ganz schön stressig sein. Stress kann sich dabei körperlich und seelisch äußern. Schlafprobleme, schnelle Reizbarkeit, Bauch- oder Kopfschmerzen können dadurch ausgelöst werden. Sogar der Kreislauf kann beeinträchtigt werden, so dass dir schwarz vor Augen wird. Leg im Alltag genug kleine Pausen ein, in denen du zur Ruhe kommst, denn dauerhafter Druck macht krank.

Hilfe, alles dreht sich

Plötzlich passiert’s – der Boden schwankt, alles dreht sich, Geräusche werden dumpf und deine Beine sacken weg. Teenagern passiert das besonders oft morgens nach dem Aufstehen. Die Ursache dafür ist häufig ein zu niedriger Blutdruck. Nach dem Schlafen oder längeren Ruhephasen versackt das Blut in den Beinen und das Gehirn bekommt kurzzeitig nicht genug Sauerstoff. Das führt zu Schwindel bis hin zur Ohnmacht. Wenn du öfter in Ohnmacht fällst, solltest du dich beim Arzt gründlich durchchecken lassen. Denn auch ernste Ursachen wie eine Herzrhythmusstörung oder eine beginnende Diabetes können dahinter stecken. Nach wenigen Sekunden ist fast immer alles vorbei und der Ohnmächtige ist wieder ansprechbar. Trotzdem sollte man nicht sofort aufstehen, sondern die Beine hochlegen und seinem Körper einen Moment Ruhe gönnen.

Laura: Wenn mir schwummrig vor Augen wird, weiß ich eigentlich schon bescheid – gleich ist‘s wieder so weit.

Warnsignale

Dein Körper sendet dir Signale, die du ernst nehmen solltest: Beschwerden wie Kribbeln in Fingern und Füßen, ein blasses Gesicht, Übelkeit, Konzentrationsschwäche oder ständige Antriebsschwäche können Anzeichen für niedrigen Blutdruck sein. Das solltest du auf keinen Fall ignorieren. Wie unpassend die Situation auch ist – warte nicht, bis es zu spät ist und du in Ohnmacht fällst. Beim Hinfallen könntest du dich an Gegenständen in deiner Nähe stoßen und verletzen.


Stresskiller
Leider lässt sich Stress nicht vermeiden – wichtig ist, mit ihm gut umzugehen. Wenn niedriger Blutdruck die Ursache für häufige Ohnmacht ist, können dir Kreislauftraining und Wechselbäder (Kneipptherapie) helfen. Sport löst Stress nicht in Luft auf, hilft dir aber den Kopf freizubekommen, den Alltagsstress zu vergessen und schafft einen Kontrast zum Sitzen am Schreibtisch. Auch ein Flüssigkeitsmangel kann dafür sorgen, dass dir schwarz vor den Augen wird. Besonders an stressigen Tagen solltest du nicht vergessen, ausreichend Wasser zu trinken. Am Tag dürfen es gerne mindestens 1,5 Liter Wasser sein.

Jakob: Wer nicht den Mut verliert, ambitioniert ist und Ideen hat, kann trotz Schwierigkeiten in der Schule viel erreichen.

Effektiv lernen

Schule ist ein großer Stressfaktor für uns Jugendliche. Nach der Schulglocke ist noch lange nicht Schluss – Schule ist ein Vollzeitjob! Wer gute Zukunftsperspektiven will, braucht gute Noten, heißt es. Das fördert Prüfungsangst und sorgt für zusätzlichen Konkurrenzkampf in der Klasse sowie für Konflikte, Ärger oder sogar Mobbing. Schaff dir zu Hause eine ruhige Atmosphäre, um effektiver lernen zu können. Vertrödele nicht die Zeit mit unnötigen Aktivitäten, wie Fernsehen oder Rumdaddeln am Smartphone. Konzentriere dich, und lass dich nicht ablenken. Wer regelmäßig den Lernstoff wiederholt und auffrischt, kann Gelerntes vertiefen. Das funktioniert nicht bei allen gleich, wer seine Stärken kennt, kann Lernstoff besser aufnehmen. Schau mal in den Artikel „Lerntypen“ aus der letzten Ausgabe „in Bestform 01/2016“ (www.energie-BKK.de).