ENE, MENE MUH UND RAUS BIST DU?

Macht dich die Schule fertig?


Puh - diese Schule: Sie verlangt von mir immer schnellere Lösungen und zielstrebige Wege. Durch die Einführung des G8-Schulsystems wird das bisherige neunjährige Gymnasium auch noch auf acht Jahre verkürzt, die Unterrichtsinhalte jedoch nicht. Ehe ich es vergesse, ich bin Schüler und kurz vor dem Abi. Für mich heißt es nun, ein Jahr früher ins Berufsleben oder in mein Studium zu starten. Der Wettlauf um Ausbildungs- oder Studien-Plätze ist voll entfacht.

Viele meiner Mitschüler leiden ähnlich unter Zeit- und Leistungsdruck, haben Bauch- und Kopfweh. Einige wiederholen lieber freiwillig die 11. Klasse, um in Ruhe zu lernen und entsprechende Noten vorzuweisen, als in der Regelzeit fertig zu sein. Wer in der Regelzeit die Schule abschließen will, muss heftig ackern, um vorne dabei zu sein - wie ein Erwachsener, der einen Ganztagsjob macht. Auch ich fühle mich schon ganz schön erschöpft. Die Zeit für Hobbys, Sport und Freunde ist rar. Ich werde gefragt, was ich nach dem Abi machen werde? Ich weiß nicht - erstmal ausruhen oder ins Ausland gehen - weg und Kräfte sammeln.

Ich merke, dass nicht nur wir Schüler angespannt sind. Auch Lehrer klagen über zu wenig Zeit, zu viele Inhalte und genervte Schüler. Aber wie sieht der Ideallehrer denn nun aus? Er liebt seine Arbeit und hat Spaß daran, Wissen und Werte zu vermitteln. Er ist vielleicht streng, aber auch gerecht und behandelt alle gleich. Er ist daran interessiert, dass jeder etwas lernt und hilft auch dabei.



Laut WHO leidet jeder fünfte Schüler weltweit an Bauchschmerzen
oder Einschlafstörungen.



Manchmal würde ich gerne deutlicher bei meinen Lehrern spüren, dass sie an meiner persönlichen Entwicklung interessiert sind. Wenn wir uns so aber alle gemeinsam durch die Stunden quälen - Lehrer wie Schüler - macht das krank. Wie erlebt ihr es?", fragt Hendrik (17 Jahre alt) die jungen Versicherten der energie-BKK. Wer wissen will, wie es um die eigene Schule bestellt ist, welche Noten das Klima, Lehrer und Mitschüler bekommen, schaut unter www.spickmich.de/schule nach.



Du willst etwas über das Klima an deiner Schule wissen?
Dann schau mal unter www.spickmich.de/schule.



Nach einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation leidet übrigens jeder fünfte Schüler unter Symptomen wie Bauchschmerzen oder Einschlafstörungen. Die energie-BKK hat im Internet unter www.energie-bkk.elternkompass.de ein Familienportal mit speziellen Ratschlägen und Themen eingerichtet. Ein Thema dreht sich um Schule – Lust und Frust. Das fängt schon in der Grundschule an. Klickt mal rein.




5 Tipps, wie Schüler und Lehrer mehr Gelassenheit
in der Schule gewinnen:


Das schaffe ich
Rede mit dir selbst und unterstütze dich. Sage dir laut: "Das schaffe ich!", "das letzte Mal habe ich es auch hingekriegt". Vertreibe schlechte Einschätzungen und verschwende keine Energie auf Vorstellungen, die womöglich niemals eintreten. Mit einer entspannten und positiven Einstellung kommst du besser an.

Nimm deine Ängste ernst
Angst vor Hausarbeiten und Prüfungen? Wechsel mal die Sicht und schau dir die Angst genau an. Stell dir die Frage: "Wobei hilft mir meine Angst?" So erkennst und benennst du Hürden. Das ist schon der erste Schritt, sie zu überwinden.

Feel ok
Du bist zwischen 11 und 19 Jahre alt? Dann findest du unter dieser Webadresse www.feelok.de Infos, Spiele, Videos, Tests und Animationen zu Themen wie Alkohol, Arbeit, Sport, Cannabis, Ernährung, Sexualität, Tabak usw. Diese Seite ist übrigens in Zusammenarbeit mit der Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich entstanden.

Fantasiereise unternehmen
Überlege dir einen ganz persönlichen Ort, an den dich deine Reise hinführen soll. Es sollte möglichst ein Ort oder eine Situation sein, an dem/in der du besonders entspannt bist und dich sehr wohl fühlst. Dies kann zum Beispiel ein Naturereignis sein, warmes Meer, grüne Wiesen, ein weiter Ausblick von einer Bergspitze aus. Stell dir diesen Ort oder diese Situation so genau wie möglich vor. Hierzu gehören Geräusche, Gerüche, das Wetter, Gefühle und die Gedanken, die du damit verbindest. Sollte es besondere Naturgeräusche gegeben haben (Wellenrauschen, Vogelgezwitscher, Wind, Bach...), erinnere dich. So kommst du in einen Ruhe-Zustand, der sich, je öfter du das machst, in immer kürzerer Zeit einstellt.

Bauchatmen
Stressabbau durch regelmäßige Bauchatmung funktioniert. Dein Puls wird ruhiger, du bekommst mehr Sauerstoff und bist schneller in der Lage, wieder klar zu denken. Und so geht's:

  1. Atme tief in den Bauch ein und lass beim Ausatmen bewusst die Schultern fallen. Entspanne die Kiefermuskulatur und das Gesicht.
  2. Nimm einen tiefen Atemzug, zähle dabei langsam bis vier.
  3. Kurz innehalten.
  4. Atme aus und zähle dabei in derselben Geschwindigkeit wie vorher bis sieben.
  5. Kurz innehalten.

Wiederhole die Punkte 2 bis 5 so lange, bis deine Atmung in die Bauchatmung umgeschaltet hat. Das geht nach kurzer Zeit ganz von allein.