Vergiss Aids nicht

Positiv zusammen leben – aber sicher! Das ist der Titel der aktuellen Kampagne zum Weltaidstag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). In der Kampagne sind HIV-positive Menschen zu sehen, die einen ehrlichen Einblick in ihr Leben gewähren. Sie stellen ihre alltäglichen Erfahrungen zur Diskussion.

"Ich habe HIV und mich zum Glück getraut, es meinen Freunden zu sagen." Das ist eine Aussage von Markus zum Thema Freundschaft. Er hat lange überlegt, bevor er den Schritt gewagt hat. Nicht alle Jugendlichen nehmen so beherzt ihren Mut zusammen. Viele Menschen mit HIV – auch Prominente – haben immer noch Angst, sich anderen anzuvertrauen. Sie haben Angst, diskriminiert zu werden. Deshalb entscheiden sie sich dazu, lieber zu schweigen.
Vor knapp 30 Jahren wurde der HI-Virus entdeckt. Das ist mittlerweile fast zwei Generationen her. Nach wie vor ist es wichtig, sich für Aufklärung stark zu machen, nichts zu verharmlosen und Aids den Kampf anzusagen. Ebenso ist der respektvolle Umgang miteinander unabdingbar für ein positives Zusammenleben. Das Schutzverhalten einerseits und das Engagement gegen Ausgrenzung – beides will gelernt sein.

Stop and go – mach's mit?

Die energie-BKK unterstützt die Aktion. Wir wollen zum Schutzverhalten motivieren. Deutlich gesagt: Eine Infektion mit dem HI-Virus ist bis heute leider nicht heilbar. Es gibt weder Impfstoffe noch Medikamente, welche den Virus erfolgreich bekämpfen können. 50 Prozent der infizierten Menschen sind nach zehn Jahren im Vollbild AIDS – so heißt das letzte Stadium der Erkrankung. So lange dauert es, bis der Virus die körpereigenen Abwehrkräfte zerstört hat. Das Immunsystem bricht zusammen. Die Folge sind verschiedene Infektionskrankheiten, die einen AIDS-Erkrankten gesundheitlich stark beeinträchtigen und schwächen, was letztendlich zum Tod führt. Gegen den HI-Virus hilft also nach wie vor nur die Nutzung von Kondomen und vor allem Aufklärung.

Der HI-Virus befindet sich im Blut und in der Samen- und Scheidenflüssigkeit infizierter Menschen. Dringen diese Körperflüssigkeiten in die Blutbahnen eines anderen ein, wird die Infektion übertragen. Übertragungswege sind Schleimhäute (zum Beispiel Mund oder Geschlechtsorgane) aber auch Spritzen infizierter Drogenkonsumenten.


Kondome schützen!

Der beste Schutz gegen eine Infektion sind Kondome. Sie sind ein Naturprodukt (aus Naturkautschuk-Latex) und sehr sicher. Gefühlsecht? Kondome beinträchtigen kaum das Lustempfinden. Sie schützen sicher und sind trotzdem dünner als die menschliche Haut. Keine Frage der Größe – Kondome sind anpassungsfähig. Schwierige Sache? Nein, denn die Anwendung von Kondomen kann jeder lernen, wie Schuhe binden oder Zähne putzen.

das Wichtigste über Aids

Was ist zu beachten?

Das Haltbarkeitsdatum ist auf der einzelnen Verpackung des Kondoms zu finden. Unkaputtbar? Wer ein Kondom sachgerecht anwendet und respektvoll mit dem Partner umgeht, verhindert, dass es reißt.

Bei Wasserspielen gilt: Die Bewegung im Wasser beeinträchtigt den korrekten Sitz des Kondoms. Badezusätze, besonders auf Basis organischer öle, beeinträchtigen die Reißfestigkeit. Es führt kein Weg vorbei! Auch bei Oralsex ist es unerlässlich, ein Kondom zu verwenden, um auszuschließen, dass Samenflüssigkeit über den Mund in den Körper kommt. Kondome probieren geht über studieren. Ausgrenzen hilft keinem: Für jüngere HIV-Positive ist die Unterstützung durch die Familie und den Freundeskreis besonders wichtig. Darauf macht die Deutsche AIDS-Stiftung aufmerksam. "Da HIV so stark tabuisiert wird, fällt es vor allem HIV-Positiven oft schwer, mit anderen über ihre Infektion oder Krankheit und ihre Bedürfnisse zu sprechen", sagt Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung.




Positiv zusammen leben

Infos im Internet

Beispiele für ein solidarisches Verhalten Porträts der HIV-positiven Botschafterinnen und Botschafter und viele weiteren Infos findet ihr unter www.welt-aids-tag.de, www.vergissaidsnicht.de und unter www.aids-stiftung.de gibt es Beratungsangebote.